Die Inflationsfalle: Retten Sie Ihr Vermögen!


 
Spannender und hochaktuelle Analyse der Geldpolitik
• • • •   (bewertet mit 4 von 5 Punkten)

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(REAL NAME)    Rezension bezieht sich auf: Die Inflationsfalle: Retten Sie Ihr Vermögen! (Gebundene Ausgabe) "Retten Sie Ihr Vermögen!" - so reißerisch lautet der Untertitel, und eigentlich hat man von Menschen, die einem erzählen wollen, wie das Geld am besten angelegt ist, die Nase gestrichen voll und wittert Gefahr. Genau für diesen Personenkreis ist das Buch aber sehr geeignet, denn es will den Leser emanzipieren, "verkauft" nichts und enthält die Substanz, die einem selbst in der gehobenen Zeitungs- und Zeitschriftspresse fehlt.

Gab es keine Alternative zur Rettung der Banken? Sind vereinte Konjunkturprogramme aller G20-Staaten das Rettungsmittel unseres Wohlstandes?

Wer sich diese Fragen stellt, findet im Buch endlich einmal Gegenpositionen von kompetenter Stelle. Die Kritik am "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren" liest sich aus der Feder von Wirtschaftswissenschaftlern wesentlich glaubwürdiger. Dazu kommt eben der praktische Aspekt: Die Empfehlungen, gebündelt am Ende des Buches, wie sich der Anleger in den kommenden Jahren gezielt verhalten sollte, um größerem Schaden zu entgehen.

Die beiden Autoren verstehen sich selbst als Rufer in der Wüste - wiewohl in hohen Positionen des Bankenwesens tätig. Zunächst einmal muss man also bereit sein, dem Rufer zuzuhören. Die Autoren "quälen" den Leser mit Charts, Fakten und Statements der geldpolitischen "Spitzenpolitiker", um ihre Aussage - eine in naher Zukunft bevorstehende, erhebliche Inflation - in jeder Hinsicht plausibel abzusichern: Einerseits wissenschaftlich und historisch, andererseits anhand der Statements von Größen wie Bernanke, Greenspan und Issing.

Das gelingt. Ich habe das Buch binnen 24 h ohne Rücksicht auf die Familie verschlungen. Dabei muss man mit den Autoren Nachsicht walten lassen. Die ersten Seiten sind schwer erträglich und mir als Mischung aus Boulevardstil und Selbstlob in Erinnerung geblieben. Im Buch wiederholen sich Passagen, eine stimmige Gesamtredaktion scheint zu fehlen. Das spielt aber m.E. keine Rolle: Man sollte niemandem den Nobelpreis vorenthalten, weil der Vortrag zu langatmig war und die Grafiken nicht in Farbe.

Wer das Buch gelesen hat, wird wesentlich aufgeklärter das Geschreibe im Wirtschaftsteil seiner Zeitung, ganz zu schweigen von den politischen Talkshows, verfolgen. Ob man die eigene Geldanlage nach den dunklen Analysen ausrichtet, sei dahingestellt. Zumindest ein "Was würde Plato tun?" (Zitat "Ein Fisch namens Wanda") im Hinterkopf kann ja nicht schaden.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 20. September 2009
Kundenrezensionen:
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1. Spannender und hochaktuelle Analyse der Geldpolitik (die aktuell angezeigte Rezension)
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